Im März war ich mit meiner Muddi für 4 Tage in Hamburg. Genächtigt haben wir im „Scandic Emporio“, was ich wirklich empfehlen kann. Die Lage ist top, u.a. direkt neben der Laeiszhalle, man kann von dort bis zur Alster spazieren und dabei gleich ein bißchen bummeln gehen. In der Nähe sind außerdem einige gute Restaurants und kleine Shops und Cafés. Das Personal ist sehr hilfsbereit. Die Zimmer sind schön und groß. Das Frühstück nicht gerade billig aber gut, dennoch habe ich da auch schon bessere gesehen. Aber direkt vor der Tür gibt es einen Bäcker, falls man nicht unbedingt im Hotel frühstücken möchte.

Aber was haben wir denn nun so unternommen? Wo waren wir? Nun denn …

Zunächst mussten wir noch eine kleine Weile auf unser Zimmer warten und haben die Zeit genutzt, um uns in unserem Viertel ein wenig umzusehen. Da wäre zum Beispiel ein total abgefahrener Magazinladen, der gleichzeitig Ideenschmiede ist: “Gudberg Nerger”. Wirklich megaabgefahren, sehr spezielle Zeitschriften und Bücher kleiner Verläge und des eigenen Verlags kann man da kaufen. Wirklich super ist auch der Laden “Winkel van Sinkel”, ein gar nicht so kleiner EinrichtungsDekoPflanzenLaden. Wem der skandinavische Einrichtungsstil gefällt, der wird wohl diesen Laden lieben. Wobei ich hinzufügen darf, dass es hier offiziell HOLLÄNDISCHE Waren gibt und keine skandinavischen! Hier haben wir auch gleich ein paar tolle Dinge entdeckt, unter anderem einen geflochtenen riesigen Blumentopf und eine japanische Moneyplant. Direkt daneben ist ein klitzekleiner Coffeeshop – die “Public Coffee Roasters”. Sehr guter Kaffee, leckerer Kuchen. Perfekt zum kurzen oder längeren Päuschen.

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Schön und gut

 

Vom Hotel aus in die andere Richtung befinden sich einige Restaurants, die sehr gut sein sollen. Wir waren als Franken natürlich klassisch norddeutsch Fisch essen in der “Hamburger Fischerstube”. Leider saßen wir in dem Teil des Lokals, der nicht ganz so gemütlich urig eingerichtet war. Dafür war aber das Essen total gut, die Portionen würden allerdings auch zehn Personen satt machen … Erstauntes Smiley – aber das sahen die Mitbesucher an dem Abend eher anders und haben trotzdem alle alles aufgefuttert …

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DAS war wohlgemerkt eine Vorspeise – Labskaus, Heringssalat und geräucherter Lachs

 

Auf dem Weg runter zur Alster und zum Gänsemarkt haben wir die sehr alte Buchhandlung/Antiquariat “Felix Jud” entdeckt … Wer von Euch gerne liest sollte sich dort unbedingt mal umsehen … ach wie schön es da doch ist! Ich liebe so kleine Buchhandlungen, die man betritt und sofort spürt, dass da jemand jedes Buch einzeln aussucht. So erlesen. So besonders … Was nicht heißen soll, dass man hier nur Klassiker oder hochtrabende Literatur findet. Auch. Aber auch zeitgenössische Geschichten und Romane. Gleich mehrere Bücher habe ich mir dort ergattern können und wir haben gleich noch ein paar tolle Postkarten gekauft! In den oberen Stockwerken befindet sich das Antiquariat und auch noch eine kleine Galerie. Sehr zu empfehlen ist “Das Buch der Wunder” von Stefan Beuse, welches ich dort gekauft habe – ehrlich gesagt war ich schon vom Einband so begeistert, dass ich es haben musste. Und die Geschichte verzaubert einen und man beginnt wieder an das Unglaubliche und Phantastische zu glauben und sieht mehr als nur das Offensichtliche … man beginnt wieder zu Träumen und zu Hoffen, dass da noch mehr ist, als nur das, was wir Sehen und Hören und Fassen können. Toll!

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Felix Jud

 

Klar, dass wir auch die Hafencity und die Elbphilharmonie beehrt haben. Meine Mutter als Innenarchitektin hat sich natürlich eh schon für die vielgelobte Elphi interessiert. Zumindest Karten für die Plaza haben wir bekommen und ein Besuch lohnt sich total. Schöner wäre natürlich gewesen, wenn wir auch die Säle hätten besichtigen können. Aber da ist gerade zu viel Andrang. Allerdings ist auch schon so ein kleiner Rundgang über die Terrasse und die Gänge und Flure der Philharmonie ein Erlebnis!

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Blick über Hafencity und Elbphilharmonie
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Nahaufnahme – schon toll!
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Und noch näher .. Elphi von innen
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Die Wellenfront der Plaza

 

Was mir auch gut gefallen hat waren in der Speicherstadt der Teekontor und das Kaffeehaus, wo man – überraschenderweise! –  zuerst Tee und in zweiterem besonderen Kaffee erstehen kann. Hier werden auch Führungen oder Kaffeeseminare angeboten, außerdem gibt es in beiden Geschäften jeweils ein Café, das sehr nett ausgesehen hat!

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Speicherstadt
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Speicherstadt in bunt und Farbe
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Speicherstadt, Szenen
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Szenen 2 – Oldschool …

 

Auch ein Musical war drin und zwar Udo Jürgens`”Ich war noch niemals in New York”. Es ist doch immer wieder toll mit dem Boot zur Theaterinsel rüberzuschippern, ein Sektchen zu schlürfen und die Leute ein bisschen zu beobachten. Und wenn auch schon das Vorgeplänkel wirklich Spaß macht, war das Musical erst recht klasse. Der Udo hat halt einfach super Lieder geschrieben, ein paar muss ich gestehen waren für mich neu, aber das ist ja nicht schlimm. Die waren nämlich auch sehr schön und die Geschichte, die man sich um die Musik hat einfallen lassen war auch toll. Ein wirklich gelungener Abend! Gespeist haben wir übrigens in einem kleinen portugiesischen Lokal ganz in der Nähe der Landungsbrücken, wo die Boote immer abfahren: “Casa del Sabor”. Hier ist es einfach nett, die Atmosphäre toll! Meistens ist es hier gerammelt voll und laut, aber das Essen und die Preise stimmen!

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Hach, das war schon schön …
Kunst, Elphi und das ganze von der Musicalinsel aus … beeindruckend

 

Einen kleinen Abstecher haben wir mal so zwischendurch zum Rathaus gemacht und haben uns da in der Eingangshalle ein bisschen umgesehen. Da war gerade eine Ausstellung mit politischen Plakaten, die ganz interessant und kurzweilig war. Aber ich finde auch einfach so lohnt es sich die Halle mal anzusehen, mit ihrem ganz alten Gewölbe. Und natürlich ist es immer wieder klasse über die Schanze zu spazieren und einkaufen zu gehen, Schmuck, Klamotten, Möbel und Dinge, die Welt nicht braucht oder eben doch – wer weiß.

Hm … wird hier jemand explizit angesprochen oder handelt es sich um universelle Antworten auf Fragen, die nicht gestellt werden müssen ?

Alles in allem ist Hamburg halt einfach klasse und immer einen Besuch wert. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, egal ob man sich auf der Musicalinsel den Abend über mit guter Musik beschallen und von tollen Tänzern und Akrobaten unterhalten lässt oder ob man bummeln geht, Labskaus futtert oder Franzbrötchen – Smiley mit geöffnetem Mund – ob es einen super Kaffee in einer kleinen Rösterei gibt oder ob man sich einfach ne steife Brise an den Landungsbrücken um die Nase wehen lässt. LÄUFT!!!

 

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!!! Prost !!!